Anwaltschaft

Welche Welt wollen wir hinterlassen?


"Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen?"

Papst Franziskus

„Wenn Kinder für internationalen Lieferketten arbeiten, wenn Kinder versklavt werden, wenn Kinder gehandelt werden wie Tiere - manchmal für weniger als für den Preis eines Tieres - wenn sie auf Feldern und Höfen arbeiten, in Läden und Fabriken, in Haushalten als Hausangestellte, dann ist das ein Schandfleck für die Menschheit.“

Kailash Satyarthi, indischer Kinderrechtsaktivist und Nobelpreisträger

Bischof Hermann Glettler unterstützt KINDERARBEIT STOPPEN!

Auch der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi ist dabei!

Postkartenverteilaktion im Juni 2019

Wir freuen uns, dass auch Tirols Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe unsere Kampagne unterstützt!

Gemeinsam für eine Rohstoffwende

Das Smartphone, das Tablet, der Computer - all diese elektronischen Geräte sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Insbesondere in Krisenzeiten, wie aktuell durch die Ausbreitung des Corona-Virus bedingt, leisten sie uns wertvolle Dienste. Trotz der Ausgangssperre können wir den Kontakt zu Freund/innen halten, der Schulunterricht oder das Studium werden online fortgesetzt und viele Arbeitnehmer/innen können dank all dieser technischen Errungenschaften ihren Job von zu Hause aus ausüben. Nie zuvor war die digitale Welt von solch großer Bedeutung, wie sie es jetzt gerade ist. Doch hast du dich schon einmal gefragt, was in all diesen Geräten für wertvolle Rohstoffe stecken und unter welchen Bedingungen diese abgebaut und in Fabriken verarbeitet werden?

Tatsächlich zeichnet sich ein sehr düsteres Bild bei der Produktion elektronischer Geräte. Der Rohstoffabbau geht zu Lasten der Menschen und der Natur in den Ländern des globalen Südens. Schlechte Bezahlung, keine Einhaltung von Sicherheitsstandards, Kinderarbeit sowie die Missachtung der Umweltschutzbestimmungen stehen an der Tagesordnung. Und auch bei der Produktion sieht die Situation nicht besser aus. Arbeitsrechtliche Regelungen, wie wir sie aus Österreich kennen, gelten für die Arbeiter/innen nicht. Sie setzen ihre Gesundheit aufs Spiel, wenn sie Handys oder Tablets für den europäischen Markt zusammenschrauben.

"AG Rohstoffe"

Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar ist Teil der „Arbeitsgemeinschaft Rohstoffe“ – einem Bündnis österreichischer NGOs, welches sich für eine ökologisch nachhaltige, demokratische, gerechte, entwicklungspolitisch kohärente und menschenrechtskonforme Rohstoffpolitik einsetzt. Ziel ist es, dass negative Auswirkungen des Abbaus mineralischer Rohstoffe (z.B. für IT- und Hochtechnologie-Produkte) verringert und gleichzeitig positive Ansätze eines nachhaltigeren Umgangs mit diesen Materialien vorangetrieben werden. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass kaputte Geräte wie Smartphones repariert oder recycelt werden, statt einfach im Müll zu landen.

Die Dreikönigsaktion setzt sich zusammen mit ihren Bündnispartner/innen für alternative Ansätze der Produktion und Verarbeitung ein, die fair für Mensch und Umwelt sind.
Und auch jeder einzelne von uns, kann einen Beitrag leisten:

  • Erhöhe die Nutzungsdauer deiner Geräte
  • Entsorge Altgeräte fachgerecht
  • Fördere alternative Konzepte („Das fairste Smartphone ist jenes, das man schon besitzt.“)
  • Informiere dich und teile dein Wissen mit Freund/innen und Familie

Mach auch du dich stark für eine nachhaltiges Miteinander!

Weitere Hintergrundinformationen findest du u.a. auf der Homepage der Dreikönigsaktion. Bei weiteren Fragen oder Interesse an Materialien kannst du dich auch direkt an uns im Jungscharbüro in der Riedgasse 9 in Innsbruck wenden.

 

Handysammelaktion im Diözesanhaus

Zu viel gedaddelt in der Quarantäne? Handy futsch? Schmeiß es nicht weg! In Deinem Smartphone stecken ganz viele wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können!

Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, macht sich stark für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft wird immer mehr Rohstoffe brauchen. Der Bedarf an Lithium, Seltenen Erden, Tantal, Germanium usw. wird durch die Decke gehen. Und bei all diesen Stoffen liegt die Recyclingquote heute noch unter einem Prozent!
Doch wer die Kehrseite unserer Smartphones und aller weiteren Elektronikprodukte kennen lernen will, muss zu den Minen nach Bolivien, Kolumbien, in den Kongo oder nach China reisen. Dorthin, wo Arbeiter ohne Sicherheitsausrüstung in tiefe Schächte heruntersteigen, wo die Luft staubig und heiß ist, und wo Tageslicht und Frischluft fehlen. Dorthin, wo Menschen ohne ausreichende Schutzbekleidung an Fließbändern in chinesische Fabriken stehen, zusammen mit tausenden anderen, bis zu 16 Stunden am Tag, für einen Lohn, der nicht zum Leben reicht. Und man wird am Ende seiner Reise auf einen riesigen Berg Elektroschrott stoßen - ein Gutteil davon illegal exportiert - und wiederum auf Menschen, die ohne den nötigen Schutz arbeiten und Platinen abbrennen, um einen Teil der Schätze zu bergen, die im E-Müll stecken.

Denn bei uns in Europa sehen derzeit die wenigsten die Notwendigkeit, diese wertvollen Rohstoffe, die in den Altgeräten stecken und unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen abgebaut und verarbeitet werden, industriell aus den Altgeräten zu holen.

Um einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten, müssen wir aber dringend die nötigen Schritte setzen.

Die Jungschar Innsbruck hat sich deshalb schon einen ersten Schritt in diese Richtung überlegt und sich für eine Handysammelaktion in Zusammenarbeit mit Pikko-bello aus dem Zillertal entschieden. Das Tiroler Unternehmen garantiert ein fachgerechtes Recycling, bei dem schädliche Umweltauswirkungen vermieden und ein Großteil der in Elektronikgeräten enthalten Rohstoffe wiederverwendet werden.

Also bring Dein altes Handy zu uns ins Büro (Jungschar, 1. Stock, Riedgasse 9, Innsbruck) und wir sorgen dafür, dass es fachgerecht entsorgt wird!

Wir danken Dir bereits jetzt fürs Mitmachen an der Aktion!

#Rohstoffwende

Hast du das gewusst, dass du im Durchschnitt 18,8 Tonnen Rohstoffe pro Jahr verbrauchst? Die von der Dreikönigsaktion mitorganisierte Veranstaltung #Rohstoffwende hat uns deutlich vor Augen geführt: Wir leben auf zu großem Fuß und auf Kosten anderer Erdteile. Hochkarätige Referent/innen wie z.B. Dom Vicente de Paula Ferreira, Weihbischof der Erzdiözese von Belo Horizonte (Brasilien) und Projektpartner der Dreikönigsaktion, berichteten von den fatalen Auswirkungen unseres Rohstoffhungers...

» Veranstaltungsbericht zum Nachlesen

Goldgräber in Mosambik. Foto: HORIZONT3000

Minen in Ghana. Foto: Dreikönigsaktion

Re-Use und Recycling von Handys. Foto: Dreikönigsaktion